Kurze Steckbriefe über die germanischen Hauptgottheiten

Hier stelle ich euch die germanischen Hauptogttheiten vor, als Quelle diente die Edda, Wikipedia, persönliche Einschätzungen, insbesondere was der Bereich Anbetung anbelangt und verschiedene heindische Horte.

Wotan/Odin der Göttervater.

Wotan ist der oberste Asengott und auch der meist verehrte aller Gottheiten. Er ist Hochgott der Asen, die höchste und erste Gottheit ( Edda, Grimnirlied 44). Er ist Himmelsgott, Dichtergott sowie Kriegs- und Totengott.  Odin ist Gott der Runenweisheit und Schutzgott der Skalden. Aber auch Gott der Magie und der Ekstase.

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Seine Tiere:

Von seinem Thron Hlidskialf aus wacht er über die gesamten neun Welten. Ihm folgen die Raben Huginn („Gedanke”) und Muninn („Erinnerung”), zu seinen Füßen wachen die Wölfe Freki (der Heißhungrige) und Geri (der Gierige). Im Kampf verwendet er den Speer Gungnir, der nie in seinem Stoß inne hält.

Seine Kinder:

Seine Gattin ist Frigg. Mit ihr ist er Vater von Baldur, Hödur und Hermod.
Mit der Riesin Rind Vater des Vali, mit der Jörd Vater des Thor und mit der Gridr Vater des Vidar. Heimdall erzeugte er mit den neun Töchtern des Aegir.

Drei Höfe bewohnt Odin, den mit Silber gedeckten Walaskjalf, den „der Ase sich in Urtagen wirkte”, Kleinodbank, wo Odin mit der Saga täglich aus Goldbechern trinkt und Froheim, in der sich die goldene Walhall dehnt (Edda, Grimnirlied 6-8). Hier sammelt Odin die Gefallenen. Er bekommt die Hälfte aller in der Schlacht gefallenen Kriegern, die andere Hälfte bekommt Freya.

Besonderheiten:

  • Er gab eines seiner Augen an der Quelle des Mimir, als Pfand um darauß  trinken zu dürfen. Dieser verlieh ihm seine Weisheit. Dafür opferte er sein Auge gerne.
  • Er hing sich selbst unter großen Qualen an den Weltenbaum. Gespießt mit dem Sperr hängt er neun Nächte an Yggdrasils Stamm, bis er die tiefsten Geheimnisse geschaut hat. Rufend nimmt er die Runen auf und kommt, auferstehend, vom Baum los.
  • Bei Ragnarök wird der Göttervater vom Fenrir-Wolf verschlungen

Ihn betet man an:

  • Wenn man große Weisheit benötigt, zum Beispiel vor Tests.
  • Wenn man schwere Entscheidungen treffen muss
  • Wenn man auf Reisen geht, um gut anzukommen.
  • Wenn man Schutz benötigt.

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Frigg, die höchste der Göttin der Asen.

Frigg ist die Ehefrau Odins und die höchste der Göttinnen, die alle, auch wenn sie zum Vanenstamm gehören, Asinnen (nord. Ásynjur) genannt werden. Die Edda berichtet mehr von den männlichen Göttern, doch heißt es ausdrücklich, dass „die Göttinnen um nichts weniger heilig und mächtig“ sind. Frigg heißt in den altgermanischen Sprachen Frea (langobardisch) und Frija (althochdeutsch) und wird wegen dieser Namensähnlichkeiten gelegentlich mit Freyja verwechselt

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Ihre Attribute:

Wie auch der Freya ist Attribut der Frigg das Falkengewand.
Dienerinnen der Frigg sind Sygn, Vara, Eira, Hlin, Lofn und Vjofn. Aber auch ihre Schwester Fulla ist ist eine ihrer Dienerinnen, sie trägt immer ihr Schmuckkästchen und besorgt ihr Fußbekleidung. Die Gna ist Friggs Dienerin und zugleich auch ihre Botin. Gna wird von ihr gebraucht, um Unglückliche aus Gefahren zu erretten. Meidt unglücklich verliebte denen Gefahr droht.

Ihre Wohnung:

Sie lebt im Palast Sökkvabekk ( der sinkende Bach, das ist auch die Wohnung von Saga) und zum anderen wohnt sie in Fensal (Fensalir), hierher kommen die Toten, die sich aus wahrer Liebe zueinander hingezogen fühlen.

Sie betet man an für:

  • Eine glückliche Ehe und Kinderreichtum
  • Vor einer Geburt.
  • Als Schützin des Haushaltes
  • Bei schweren Entscheidungen in derFamilienplanung
  • Außerdem straft sie die Ehebrecher

Der Unterschied zwischen Frigg und Freya:

Frigg ist die Göttin der wahren und dauerhaften Liebe. Sprich der Ehe. Während Freya die Göttin der Leidenschaft sprich der puren Lust zwischen 2 Menschen ist. Sie steht für die schnelle Liebe und sexuelle Abendheuer. Sie ist deswegen auch die Göttin der jungen Mädchen die gerade ihre ersten sexuelle Gefühle entwickeln. Während Frigg mehr für die reifere Frau zuständig ist.

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Thor/Donar der Schützer Midgards.

Thor (nord. Thor, Thórr, alts. Thunar, angels. Thunor, südgerm. Donar oder Donner; Wingthor, nord „Donerer“) ist Donner-, Gewitter-, Wetter-, Schutz- und Fruchtbarkeitsgott.

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 Seine Kinder:

Seine Eltern sind Allvater Odin und Jörd, die Mutter Erde. Seine Frau ist die goldhaarige Sif; mit ihr hat Thor die Tochter Thrud. Mit der jungfräulichen Meeres-Riesin Jarnsaxa zeugte Thor zudem noch die Brüder Magni (der Starke) und Modi (der Mutige) – sie werden nach Ragnarök an Thors Stelle treten.
Thors Knecht heißt Thialfi, und dessen Schwester ist die Magd Röskva – sie beide sind Menschen.Sie begleiten ihn des öfteren bei seinen Reisen durch Midgard.

Seine Wohnung:

Seine Wohnstatt in Asgard heißt Thrudvangar („Land der Stärke“, „Feld der Thrud“, Thrudwanger, Thrudheim (Edda, Grimnirlied, 4), benannt nach der Erdgöttin Thrudr, die als seine Tochter genannt wird. In diesem Thrudheim steht des Gottes Palast (Bilskirnir).Lautdem Harbardslied Zeile 24 kommen alle Knechte und Bauern nach dem Tod zu ihm.

Seine Attribute:

Er liebt Midgard und die Menschen, deswegen eilt er auch soofrt herbei, wenn Midgard in Gefahr ist. Er isst gerne und trinkt gerne. Nur er kann das Meer austrinken. Er ist auch schnell wütend und hat seine Wut nicht immer unter Kontrolle.

Thor besitzt den Gürtel Megingiard sowie die Handschuhe Jarngreipr, die ihm gewaltige Kräfte verleihen. Seine beiden Böcke heißen Tanngnjostr und Tanngrisnir (Zähne-Knisterer und Zähne-Knirscher), sie ziehen Thors Wagen durch die Wolken.

Sein wervollster Besitz ist aber sein Hammer, der Mjölnir. Von den Zwergen geschmiedet, verfehlt der Hammer nie sein Ziel und kehrt immer wieder zum Werfer zurück. Der Mjölnir ist heute auch Symbol der Asatru Bewegung.

Ihn betet man an für:

  • Stärke und Kraft.
  • Um Schutz zu erhalten vor Unheil.
  • Um Fruchtbarkeit für seinen Garten oder im falle von Bauern für die Felder zu erhalten.
  • Er ist aber auch Weihegott. Beim Hausbau, bei einer Schwangerschaft, bei einer Hochzeit, oder beim Gartenbau, sollte man ihn um Weihe bitten. Bei Hochzeiten wird zum Beispiel der Braut einen Mjölnir in den Schoß gelegt. Dies soll eine fruchbare Ehe einleiten.

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 Sif die Göttin der Ernte

Sif (nord. „Verwandte”, „die Frau des…”) ist die Göttin der Vegetation und des goldenen Ährenfeldes, sie ist aber auch eine Fruchtbarkeitsgöttin. 

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Ihre KInder:

Sie ist Mutter des Ull, der Gott des Winters.Später heiratet sie Thor und wird Mutter der Thurd.

Ihre Attribute:

Ihr prächtiges goldenes Haar ist das schönste aller 9 Welten, es versinnbildlicht die reife des Korns und damit Fruchtbarkeit. Wenn sie ihr Haar schneidet wird es Zeit die Felder abzumähen.

Sie betet man an für:

  • Eine gute Ernte
  • mildes trockenes Erntewetter.

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Freya Die Göttin der Lust und Leidenschaftlichen Liebe

Freyja (Freya, Frea, Freja, südgerman. Frija, ahd. Fria, Frea, nord. „Frau”, „Herrin”) ist die schöne Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, des Glücks und der Liebe sowie Lehrerin des Zaubers Seidr und Herrin der Walküren. Sie ist Urspünglich eine Wanen Göttin zählt nun aber zu den Asen.

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Ihre Familie:

Freya stammt von den Wanen ab und ihr Vater ist der Meeresgott Njörd, ihre Mutter ist vermutlich Nerthus. Sie ist inzwischen als Asin voll anerkannt. Sie ist gleichzeitig Schwester und Gattin des Frey.Da bei den Asen Geschwister Liebe nicht gestattet war musste sie sich von ihm trennen und blieb seit dem single. Sie soll aber auch mit dem Odr (Odur) vermählt gewesen sein. Als dieser plötztlich verschwunden war, suchte sie ihn in der ganzen Welt Trauernd, worauf auch ihre vielen Namen zurückzuführen seien. Dabei vergoss sie goldene Tränen. Als diese Tränen ins Meer fielen, wurden sie zu Bernstein.

Ihre Attribute:

Freyjas heilige Tiere sind Katze, Schwein und Falke. Sie besitzt sie einen Wagen, der von zwei Katzen gezogen wird, und ein Falkenkleid, mit dem sie, in einen Falken verwandelt, fliegen kann. Diese Verwandlungsfähigkeit ist ein Zeichen ihrer magischen Kraft, denn Freyja ist die Herrin der vanischen Art des Zaubers, die oft Seiðr genannt wird. Diesen brachte sie Odin bei.

Freya als Liebesgöttin und Glücksgöttin:

Freya schenkt den Mädchen ihre ersten sexuelle Gefühle und ist ihre Schutzgöttin. Sie legt sich auch Nachts zu verwundeten Kriegern um sie von ihren Schmerzen abzulenken. Sie schenkt den Menschen gleichermaßen die Leidenschaftliche Lust aufeinander und erweckt die Gefühle füreinander.

Freya als Oberste Walküre:

Freya ist nicht nur eine Liebesgöttin, sondern auch Kriegsgöttin. Sie reitet mit ihrem von den zwei Katzen Bygul und Trjegul gezogenen Wagen über die Schlachtfelder und bekommt die Hälfte aller gefallenen. Diese nimmt sie in ihrem Palast Folkfang auf.

Sie betet man an bei:

  • Liebesangelegenheiten: um das Herz von jemand zugewinnen.
  • In sexuellen Angelegenheiten.
  • Um eine gute Aussaat im Frühjahr zu haben. Sie ist auch Frühjahrsgöttin.
  • Um das Verlangen nach einem bei jemand zu wecken

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Freyr der  Fruchtbarkeitsgott

Frey (Freyr, Frö, Fro, nord. „Herr“) ist der Zwillingsbruder der Fruchtbarkeitsgöttin Freyja und Sohn des Meeresgottes Njördr umd somit auch ein Wanen Gott. Neben Odin und Thor ist Frey einer der Hauptgötter. Er ist der Gott der Fruchtbarkeit, aber auch Gott des Sonnenscheins und der Elfen, Vegetationsgott, Gott der Ernte und des Wohlstands, sanftmütiger Gott der Sommersonne und des Regens, Hochgott der Vanen. Sein Beiname „Skirr“ bedeutet „Der Glänzende“

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Seine Familie:

Seine Frau ist Gerda (oder Gerd) sie ist die für ihre Schönheit berühmte Tochter des Riesen Gymir. Sein Freund Skirnir leiht sich Ross und Schwert des Gottes aus und übernimmt die Werbung. Er durchreitet die Waberlohe um Gerdas Haus, kann aber die Schöne, die den Tod ihres Bruders (Beli?) betrauert, zunächst seinen Plänen nicht geneigt machen. Auch kostbarste Geschenke, wie der Ring Draupnir oder goldene Äpfel verfehlen ihre Wirkung. Erst als er ihrem Vater den Tod androht und ihr selbst einen Zauberfluch, gibt sie nach und verbindet sich mit Freyr. Beider Sohn ist Fjölnir.

Seine Attribute:

Frey besitzt die gefährlichste Waffe (neben Mjöllnir) im ganzen Universum. Das ist sein Schwert, das, wenn es blank gezogen ist, jeden Gegner aus eigener Kraft bezwingen kann. Ein weiteres seiner Attribute ist das Hirschgeweih. Dieses Schwert schenkte er Skirnir. Er ist sein Freund und verhalf ihm zur Ehe mit Gerda. Dieses Schwert wird er bei Ragnarök vermissen und mit seinem Hirschgeweih sich auf den Riesen Surtr rennen. Frey gilt gerade bei den Schweden als Hauptgott. Die schwedischen Könige trugen als Reichskleinod ein Ferkel im Wappen. Der Eber ist sein Symboltier. mit ihm reitet er durch die 9 Welten. Der goldene Eber heißt Gullinbursti und außerdme besitzt er ein Schlachtschiff, das Skidbladnir, welches er zusammenfaltenund und in die Tasche stecken lässt. Der Edda-Autor Snorri Sturluson meint über ihn:„Er regiert über Regen und Sonnenschein und damit über das Wachstum der Erde.” Als Freyjas Bruder, den man sich aufgrund dieser Wesensgleichheit als Zwillingsbruder vorstellen muss, ist er auf männliche Weise das, was sie auf weibliche ist –der Spender von Leben und Fruchtbarkeit, sexueller Lust und Liebe: die Schöpferkraft der Männlichkeit.

Ihn betet man an bei:

  • Um eine gute Ernte zu erhalten
  • Um sexuelle Ausdauer. (Männer)
  • Um Lust bei einer Frau zu wecken
  •  Um Kinderreichtum
  • Um bei der Jagt erfolgreich zu sein
  • Um Beliebtheit und Selbstsicherheit
  • Aber um um Frieden zu wahren.

Eine besondere Erscheinungsform Freyrs, des Lebensspenders, zeigt sich in seiner Verbindung zum Urelement des Lebens, dem Wasser. Als Gott des Wassers heißt er Yngvi-Freyr oder nur Yngvi. In England wird er unter dem Namen Ing verehrt, einige verbinden dies mit seinem althochdeutschen Namen Fro zu Fro Ing. Von der altgermanischen Form Ingwaz leitet sich der Name der Ingwäonen ab, d.h. der Stämmegruppe, die an der Nord- und Ostsee lebte. Daher kann man ihn auch um reichen Ertrag beim Angeln bieten.

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Njörd Gött des Meeres und Vater aller Wanen

Njörd (Njördr, Njord, Niörd oder auch Nird) ist ein Wind- und Meergott, aber auch Feuergott. Als Fruchtbarkeitsgott spendet Njörd die Ernte. Njörd ist Schutzgott der Seefahrer und Fischer und gilt als „Fürst der Menschen“ (Edda, Grimnirlied 16).

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Seine Familie

Njörd gehört den Vanen an. Er ist Bruder und Gatte der Nerthus, später der zweite Gemahl der Skadi und mit ihr Vater des Freyr (Grimnirlied 43) und der Freyja.Die Ehe mit Skadi scheiterte, weil der Gegensatz zu ihr, der Tochter der Berge und Njörd, der in der See lebte, unüberwindlich war. Zwar einigte man sich, jeweils neun Tage im Gebirge, neun im Meer zu verbringen, doch war dies keine Lösung von Dauer (Edda, Strophe der Thökk).

Hierzu dieses tolle Lied über diese alte Liebesgeschichte:

 

Sein Palast:

Sein Wohnort ist der Palast Noatun (nord. „Schiffsplatz“, „Schiffsstadt“. (Edda, Grimnirlied 16; Wafthrudnirlied 38f.) , der in der Nähe des Meeres liegt

Seine Attribute:

Njörd ist der Gegenpol zu dem aggressiven und jähzornigen Meeresgott Aegir. Njörd ist dagegen ein sehr freundlicher Gott, der eine grüne Tunika trägt und die ruhige See und das schöne Wetter verkörpert. Seine Lieblingstiere sind Schwäne, die für ihn heilig sind, und die ausgelassenen Robben. Als Schutzpatron des Meeres wird Njörd vor allem in Skandinavien verehrt, wo der Ozean für die Menschen stets einen wertvollen Nahrungslieferanten darstellt. Der Glaube um seinen Kult reicht bis weit vor unsere Zeitrechnung zurück, und viele Orte entlang der norwegischen Küste sind nach ihm benannt.

Ihn betet man an:

  • Um eine sichere Schifffhart
  • Um glück beim Fischfang
  • Um Fruchtbarkeit der Felder.
  • Aber auch um Ruhe und Gelassenheit in allen Situationen

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Tyr der mutigste Gott

Sein Name (nordisch Týr, altgerm. außer Teiwaz auch Tiu oder Ziu) ist eines der germanischen Wörter für „Gott“ und kommt aus der indogermanischen Wortwurzel *diw, von der auch u.a. griechisch theos und lateinisch deus und divus abgeleitet sind. Götter, deren Namen von diesem Wort abgeleitet sind, sind oft die höchsten Götter: Zeus (von *diw-eus) in Griechenland, Iupiter (Diu-piter) in Rom oder Dyaus im vedischen Indien. Alle diese Götter werden auch „Vater“ genannt und sind Götter des Himmels und der himmlischen Naturkräfte. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch bei einigen Germanenstämmen Tyr der höchste Gott war. Außer Freyr, der unter dem altgermanischen Namen Ingwaz (nordisch Yngvi-Freyr) erscheint, und Odin, der nur allgemein als Ansuz (Asengott) genannt wird, ist Tyr der einzige Gott, nach dem eine Rune benannt ist. Die 17. Rune Teiwaz, der altgermanische Name Tyrs

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Seine Familie:

Tyr ist Sohn einer Riesin namens Allgolden (der Personifizierung der Ozeane) und dem Riesen Hymir. Die Edda erzählt von Tyr, dass er ein Sohn Odins und einer Allgolden ist, und diese heiratete erst später den Riesen Hymir.

Seine Atribbute:

Tyr ist der Gott des Gerichts und der Beratungen, der Eide und Verträge, der Gerechtigkeit und der rechtmäßigen Ordnung. Außerdem ist er der mutigste aller Götter und selbst Thor hat nicht seinen Mut und sine totale Treue gegenüber eines Eides.

Sein Mut sah man besonders bei der Bindung des Fenirs Wolf. Die Götter wollen dem Wolf eine magische Fessel anlegen, doch er lässt das nur mit sich tun, wenn sie ihm schwören, ihn wieder zu befreien, und einer von ihnen seine Hand in seinen Rachen legt. Tyr, der Gott der Eide, ist dazu bereit, aber er weiß, dass er einen Meineid schwören muss – um die Welt vor dem Ungeheuer zu schützen, muss er gegen sein innerstes Wesen handeln und einen Teil von sich selbst opfern.So verlor er eine seiner Hände.

Auch die Sachsen gelten als besondere Verehrer Tyrs, den manche Forscher mit ihrem Stammesgott Saxnot („Sachsengenosse“) gleichsetzen. Neben seiner Haupttätigkeit als Gott des Tings (die erste Form der Demoraktie.) ist er aber auch Kriegsgott und wird von Kämpfen gerufen. Aber er ist kein Gott der blindwütigen, kampfeslüsternen Raserei, sondern der Gott des ehrenhaften Kampfes, der Strategie und der Geschicklichkeit. So ist er die Verkörperung des ehrwürdigen Kriegers.

Ihn betet man an für:

  • Ein gerechtes Urteil in Streitfällen vor Gericht.
  •  Für Meinungsfreiheit
  • Für Kraft in einem Wettbewerb.
  • Für Mut und Tapferkeit in schwierigen Situationen
  •  Außerdem sollte man Eide auf ihn schwören, soll sollen sie unter seinem Schutz ewig halten.

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Heimdall – Der Wächter Asgards

Heimdall (Heimdallr, nord. „der Hellerleuchtende”, auch Iring, Rig) ist ein Schutzgott  und Gott des morgendlichen Sonnen- und Tageslichtes. Er bewacht die Regenbogenbrücke Bifröst.

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 Seine Familie:

Heimdall ist Sohn von gleich neun Müttern, den Aegirstöchtern. Heimdall wohnt in den Himmelsbergen Himingbjörg (Himmelsburg), sein Vater ist Odin. Seine Gemahlin soll Modiv sein und mit ihr soll folgende Nachkommen haben Jarl, Karl und Thrall.

Seine Attribute:

Der Götterwart Heimdall braucht „weniger schlaf als ein Vogel, sieht bei Nacht wie bei Tag hundert meilen weit und hört das Gras auf der Erde und die Wolle auf den Schafen wachsen.” (GRIMM, Deutsche Mythologie, 1. Bd., 1878)

Im Munde trägt er Zähne aus Gold (darum wird er auch Hallinskidi und Gullanstanni genannt), auch der Name seines Pferdes, Gulltoppr („Goldzopf”), deutet auf dieses Material hin.

In betet man:

  • Um besondere Aufmerksamkeit zu erhalten.

 

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Baldur – der freundlichste und hübscheste Gott

Baldur ist der schönste und freudlichste der Götter. Er ist der Sohn von Odin und seiner Gemahlin Frigg und gemeinsam mit seinem Bruder Höðr der Erbe von Odins Herrschaft, wenn die Brüder nach der Götterdämmerung wiedergeboren werden.

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Seine Familie:

Balders Gattin ist die Nanna, mit der er Vater des Forseti ist, den Gott der Gerechtigkeit. Zugleich ist er mit ihr auch Vater der Göttin Foseta. (identisch mit Forseti? möglich)

Seine Attribute:

Balder hat sich im befriedeten Bezirk Breidablick (Breitglanz) seine Wohnung errichtet (Edda, Grimnismal, 12).

Balders lange blonde Haare galten als die wärmenden Strahlen der Sommersonne. Er ist der Sanftmütigste aller Götter und ist von allen Göttern der beliebteste. Doch zurzeit befindet er sich in Hellheim.

Für alle unverständlich quälen Balder schlimme Alpträume. Um deren Ursache zu erforschen reitet Odin auf Sleipnir zur Hel. Im Totenreich sieht er Balders Empfang bereits vorbereitet, eine Seherin offenbart ihm, daß Balder bald von seinem Bruder ödur
getötet würde. Als Gegenmaßnahme nahm die Frigg allem (Lebewesen,Pflanzen und auch Steinen) in der Welt das Versprechen ab, dem Balder kein Leid zu tun. Dabei überging Frigg allerdings die Mistel – ein Umstand der dem Loki bekannt war.

Bei einer Thingversammlung der Asen schießen die zum Spaß auf Balder, um dessen Unverwundbarkeit zu testen. Aber Loki fertigte einen Pfeil aus den Zweigen der Mistel und gab ihn dem blinden Hödur, der damit ahnungslos auf Balder schießt und ihn tötet.

Mit ihm stirbt auch seine Gattin Nanna, weil ihr das Herz zerspringt. Auf dem Schiff Hringhorni, sollten Balder und Nanna bestattet werden.(mehr zur Sage über seinen Tod siehst du bei der Kategorie Sagen aus der Edda)

Seinem Tod und der Auferstehung nach Ragnarök gedenkt man bei der Sonnewende. Im Sommer, wenn sich die Sonne nach Süden kehrt und die Tage kürzer werden, gedenken wir des Tods Baldurs, und zum Julfest, wenn die Wiederkehr der Sonne einsetzt, feiern wir seine Wiedergeburt.Dies heißt nicht, dass Baldur ein Gott ist, der jahreszeitlich stirbt und wiederkehrt. Sein Schicksal ist an Ragnarök, die Götterdämmerung, geknüpft, und somit ein einmaliges Ereignis

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Loki –  Odins Halbbruder, Feuerbringer und Gott der Tricks und Täuchung.

Loki (Lodur, Loge, Lofn, auch Loptr, nord. von logi „Feuerbringer”, „Lohe”?, „Luftgott”) Loki gilt als Sohn des Riesen Farbauti und der (Göttin?) Laufey (oder Nal) und gilt daher auch als Riese. Brüder des Loki sind Byleipt ind Belblindi. Er wurde durch die Blutsbrüderschaft mit Odin in das Geschlecht der Asen

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Seine Familie:

Seine Gattin ist die Göttin Sigyn, mit der er Vater von Wali und Narvi ist, er hatte noch weitere Verhältnisse.

Mit der Riesin Angrboda („Angstmacherin”) ist Loki Vater des Wolfs Fenrir, der Schlange Midgardsomr (Jörmungand) und der Todesgöttin Hel. Den dreien Unheilen der Welt. Als Stute hat Loki den achtbeinigen Hengst Sleipnir geboren, das Reittier Odins.

Loki gilt auch als Vater des Nörfi („der Kühle”, ein Riese und Vater der Nacht Nott). Mit der Feuerriesin Glod „Glut“ zeugte er die beiden Feuerriesinnen Eimyrja „Glutasche“ und die Eisa „Asche“.

Seine Attribute:

Loki ist ein listenreicher, verschlagener Gegner und Helfer der Asen. Bereits beim Bau von Asgard war er beteiligt. Er hat den Asen oft Ärger eingebracht aber er hat ihnen darüber hinaus auch oft geholfen, auch wenn er sich nur aus Schwierigkeiten raushalten wollte.

Trickreich, wie er ist, hilft er den Göttern, wenn sie ihn lenken und kontrollieren. In den Mythen der Eddabegleitet er besonders oft Thorauf seinen Fahrten und erweist sich dabei als nützlicher Helfer. Im Mythos vom Riesenbaumeisterrettet er die Götter, indem er sich in eine Stute verwandelt und den Hengst des Riesen ablenkt.

Es ist aber typisch für Loki, dass er Unheil anrichtet, sobald er nicht unter Führung der Götter, sondern eigenmächtig handelt. Das ist die Wesensart der Jöten, von denen er abstammt. Zugleich aber verkörpert er die andere, dunkle Seite des Geistes überhaupt, die dunkle Seite Odins, seinen „dunklen Bruder”, wie die Kelten sagen würden. Lokis Name ist vielleicht keltischen Ursprungs: Lugh heißt in Gallien und Irland ein Gott, der Odin sehr ähnlich ist. Ein germanischer Namensursprung könnte im Wort „Lohe“ liegen, denn Loki ist auch der Gott des Feuers, das wie er unter Kontrolle segensreich, unkontrolliert aber unheilvoll ist.

Auf jeden Fall gehören Loki und Odin zusammen. Das ist wichtig, um die Mythen über Loki richtig zu verstehen, denn sie erwecken sonst vielleicht den Anschein, als wäre er ein „böser” Geist. Das ist Unsinn. Gut und Böse als absolute Gegensätze gibt es im Heidentum nicht.

In betet man an:

  • Für Trickreichtum

Außerdem soll er dem Menschen, das Feuer gebracht haben udn somit opfert man ihm das erste Sück, des Fleisches, indem man es ins Feuer wirft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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